Magazin

Geh zu Diner Mutter

Haus sucht Helfer

Veröffentlicht am:

Zugegeben: Dieses Projekt klingt doch sehr nach Born in Wolkenkuckucksheim. Aber wenn alles so klappt, wie es sich Sylvia Pohlers und Daniel Schneider vorstellen, hat es das Zeug zu etwas ziemlich Coolem.

Aber der Reihe nach: Zunächst ist da Sylvia Pohlers. Die Meeranerin hat ihren Job als Textilingenieurin an den Nagel gehängt, um in Chemnitz ein Generationencafé namens „Diner Mutter“ zu eröffnen. In diesem Lokal auf dem südlichen Sonnenberg will sie bei Kaffee und Kuchen Menschen jeden Alters zusammenbringen. Stillraum und Spielecke sollen dabei auch junge Familien anlocken. Der Name des Cafés ist das Resultat eines Abends, an dem Sylvia mit ihrem Lebensgefährten Daniel über „Deine Mutter“-Witze scherzte. „Wo wollen wir uns treffen?“ „Lass uns doch zu „Diner Mutter“ gehen.“

Ihr Lebensgefährte Daniel Schneider ist ein bekanntes Gesicht in der Chemnitzer Kulturszene. Als Geschäftsführer des KulturTragWerks Sachsen e.V. war er in den vergangenen Jahren einer der Köpfe hinter dem Urban-Art-Festival Ibug. Nun will der Verein ein leerstehendes Eckhaus mit Leben füllen. Jazie soll es heißen, weil es an der Ecke Jakob- zur Zietenstraße steht. „Diner Mutter“ soll dabei im Erdgeschoss so eine Art Basisfunktion zukommen. Über dem Café sollen Wohnungen, Atelier-Räume, ein Hostel, Meeting- und Upcyclingräume entstehen. „Das Haus wird eine Mischung aus Wohn- und Hobby-Haus“, ergänzt Daniel Schneider. „Versierte Hobbyhandwerker sollen darin auch allein und eigenverantwortlich arbeiten können. Jeder soll sich ausleben können.“

Um das Projekthaus über die nächsten Jahre hinweg entstehen zu lassen, sind die beiden auf Fördergelder und Spenden angewiesen. Außerdem suchen Sylvia und Daniel jede Menge helfende Hände. „Wenn du dich mit Elektro-, Sanitär- oder Heizungsinstallation, mit Mauern und Verputzen oder Fensterbau, mit dem Verlegen von Fliesen und/oder Fußbodenbelägen, Malern oder Landschaftsbau auskennst, würden wir uns freuen, wenn du uns mit Rat und Tat zur Seite stehst“, beschreibt Daniel die umfangreichen To-do-List auf der Jazie-Facebookseite. Sowohl das Generationencafé als auch das Projekthaus sollen noch dieses Jahr eröffnen. Interessenten können sich gerne via Facebook über „JaZie-Projekthaus“ bei Daniel und Sylvia melden.

Text: Paula Thomsen / Lars Neuenfeld

Zurück