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Lasern lassen

Lasergame Chemnitz eröffnet

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Auch wenn in dem vorderen Bereich des Spinnereimaschinenbaus, direkt über der Boulderlounge, bisher wenig darauf schließen lässt, eröffnet hier bald eine weitere Indoor-Sportstätte. Lasertag heißt das Unterfangen, in welches der 26-jährige Rico Neumann in den letzten anderthalb Jahren seine gesamte Kraft gesteckt hat.

„Ich bin ein wahnsinnig großer Fan von 'How I Met Your Mother'“, erzählt uns der Kopf hinter der Lasergame Chemnitz-Idee. In der US-amerikanischen Sitcom wurde der Teamsport präsentiert und machte Neumann direkt neugierig. Da man in Chemnitz und Umgebung bisher vergeblich nach einem Ort für den physischen Ausgleich suchte, wird die 750 Quadratmeter große Fläche jetzt schwarz gestrichen, mit 300 Quadratmeter-Trockenbaumauern ausgestattet und durch Schwarzlicht beleuchtet.

Ab Mitte Oktober bekommen Interessierte von Betreuern im Ausrüstungsraum die Regeln erklärt und die leuchtenden Westen angelegt, die mit Infrarotsensoren und angeschlossenem „Markierer“ ausgestattet sind. Solange die Weste leuchtet, liegt es an jedem der bis zu 15 Teilnehmer auf dem Parcours, andere mit dem Laser zu markieren, also zu „taggen“. „Wenn die 100 Lebenspunkte erloschen sind, geht die Weste aus“, erklärt Neumann. So harsch sich die Begriffe Markierer und Weste auch präsentieren, stehen sie im starken Kontrast zu dem zentralen Alleinstellungsmerkmal dieser Sportart, die eher Jump and Run als Egoshooter ist und viel mehr mit dem Wesen einer Wasserbombenschlacht aus Kindertagen gemeinsam hat – nur, dass hier niemand nass werden muss.

„Das Schöne an Lasertag ist, dass eine Alterseinstufung unnötig ist, weil es so ungefährlich ist. Es gibt keine Ballistik, keine Waffengeräusche, kein Schmerzempfinden.“ Lasertag oder auch Lasergame stammt aus dem Amerikanischen. Dort hat sich die Indoor-Sportart nach der Markteinführung einer „Star Trek“-Spielzeug-Laserpistole etabliert. Erste Hallen des Sportes, der sowohl Indoor- als auch Outdoor betrieben werden kann, entstanden in Deutschland Anfang der 2000er in Erfurt, Hamburg, Frankfurt und Köln auch. Übrigens: Für Lasergame darf sich auch interessieren, wer sich vor Jumps und Runs sonst eher scheut – denn Rennen ist hier eh verboten. Nach jeder 15-minütigen Partie ist außerdem eine kurze Pause vorgesehen, die man im Gastronomiebereich oder an weiteren Stationen von Boxautomat bis Airhockey-Tisch verbringen kann.

Text [&] Foto: Vera Jakubeit

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